Therapieverfahren

Blutwäsche (Hämodialyse)
Bei diesem Verfahren findet die Reinigung des Blutes außerhalb des Körpers statt. Mit Hilfe einer Maschine (Dialysegerät) wird das Blut durch einen Filter (Dialysator) gepumpt. Dieser fängt die schädlichen Stoffe aus dem Blut ab, die normalerweise mit dem Urin ausgeschieden werden.
 
Für die Hämodialyse muss das Gerät an ein Blutgefäß mit ausreichend großem Durchmesser angeschlossen werden. Dazu wird durch einen kleinen operativen Eingriff eine Verbindung zwischen Vene und Arterie am Unterarm hergestellt. Diese Kurzschlussverbindung, die von Gefäßchirurgen angelegt wird, nennt man „Shunt“.
Um ihren Körper ausreichend zu entgiften, muss die Dialysebehandlung in der Regel dreimal pro Woche vier bis sechs Stunden pro Behandlung vorgenommen werden.
 

Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse)
Hierbei findet die Reinigung des Blutes innerhalb des Körpers statt. Bei der Peritonealdialyse dient das Bauchfell (Peritoneum), welches die gesamte Leibeshöhle auskleidet, als Filter zur Entfernung der Giftstoffe. Das Bauchfell ist sehr gut durchblutet und besitzt viele kleine Poren, durch die der Stoffaustausch erfolgen kann. Um diesen Filter zu nutzen, wird mit einer kleinen Operation ein Kunststoffschlauch (PD-Katheter) in die Bauchhöhle eingesetzt. Dieser ca. 8 Millimeter dicke Schlauch wächst in die Bauchwand ein und verbleibt so lange im Körper, wie das Peritonealdialyseverfahren vorgenommen wird.

Diese Behandlungsmethode ist leicht zu erlernen und kann zu Hause vom Patienten selbständig durchgeführt werden. Dazu werden über den PD-Katheter jeweils 1,5 bis 2,5 Liter einer Spüllösung in die Bauchhöhle geleitet. Diese Flüssigkeit verbleibt 4 bis 6 Stunden dort. In diesem Zeitraum sind ausreichend Gift- und Schlackenstoffe in die Spüllösung übergetreten. Die Flüssigkeit wird abgelassen und eine neue Lösung wird in den Bauch eingefüllt. Der Wechsel der Spülflüssigkeit nimmt etwa 20 Minuten in Anspruch und wird in der Regel viermal täglich durchgeführt.

Ist aus medizinischen oder beruflichen Gründen ein Wechsel der Spüllösung tagsüber nicht möglich, kann die Peritonealdialyse auch mit Hilfe einer Maschine in der Nacht zu Hause erfolgen. Die Maschine nimmt den Flüssigkeitswechsel automatisch vor während Sie schlafen.
 

Nierentransplantation
Die gespendete Niere eines anderen Menschen kann Ihre kranken Nieren ersetzen. In den meisten Fällen stammt das Organ von einem verstorbenen Spender, unter bestimmten Bedingungen ist aber auch eine sog. Lebendspende möglich. Die neue Niere wird in den Unterbauch eingepflanzt. Sie können nur transplantiert werden, wenn Sie – abgesehen von Ihrer Nierenerkrankung – relativ gesund sind und nicht an einer anderen schwerwiegenden Erkrankung leiden.

Die neue Niere ersetzt die Funktion der Nieren nahezu vollständig. Die transplantierten Patienten können fast wieder ein normales Leben führen. Allerdings müssen nach einer Transplantation lebenslang das Immunsystem abschwächende Medikamente (Immunsuppressiva) eingenommen werden. Diese sollen verhindern, dass das körperfremde Organ vom Immunsystem abgestoßen wird.

Derzeit besteht ein sehr großer Mangel an Spenderorganen in Deutschland. Deshalb müssen Sie, falls für Sie eine Transplantation in Frage kommt, mit einer Wartezeit von mehreren Jahren rechnen. Zur Überbrückung müssen Sie eines der beschriebenen Dialyseverfahren durchführen.
Eine Alternative stellt möglicherweise eine Lebendspende dar. Dabei spendet ein naher Verwandter oder der Lebenspartner Ihnen eine Niere. Voraussetzungen sind jedoch die absolute Freiwilligkeit der Spende, der gute Gesundheitszustand des Spenders sowie eine Verträglichkeit der Blutgruppen.

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